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Dansk Glødelampefabrik A/S als Dänemarks Kulturerbe

Die dänische Kulturerbe-Behörde hat 161 der wichtigsten Industriedenkmäler in Dänemark ausgewählt, die zusammen ein Bild der industriellen Entwicklung in Dänemark von 1840-1970 vermitteln.

Die Kulturerbe-Behörde betrachtet die Geschichte der Industriegesellschaft als einen wichtigen Teil des dänischen Kulturerbes und als eine strategische Ressource für die künftige Entwicklung. 
Daher arbeitet die Behörde daran, das Wissen über die Industriegesellschaft zu erweitern und sorgt dafür, dass eine repräsentative Auswahl von Industrien und Industrielandschaften untersucht und erhalten werden. 
Das gilt für die Geschichte der Industriegesellschaft, ihre Unternehmen, Institutionen und Kulturen, Gebäude und Landschaften.

Hintergrund der Entscheidung
Die Glühlampenfabrik ist in einer ehemaligen Gerberei im Zentrum von Apenrade untergebracht. 1865 lässt der Schuhmachermeister Peter Tondering neue Gebäude für seine Gerberei und im Jahr darauf ein neues Vorderhaus errichten. Der Handwerksbetrieb wird nach und nach industrialisiert, neue Techniken kommen hinzu, der Absatz steigt. Damit entsteht ein größerer Platzbedarf und in den Jahren 1890-97 wird ein neuer Fabrikkomplex als Hinterhaus des alten Handwerkerhofes errichtet.
1907 übernimmt der Lederfabrikant Mahler aus Flensburg den Betrieb und 1912 wird die Fabrikanlage erheblich erweitert. Nach der Wiedervereinigung mit Dänemark 1920 gerät der Betrieb in finanzielle Schwierigkeiten und muss 1931 schließen. Im selben Jahr zieht die Dansk Glødelampefabrik in die Gebäude der Gerberei ein. Das Unternehmen, das später in Glødelampefabrikken Dan umbenannt wird, stellt Spezialglühlampen her, u. a. für Schiffslaternen und Verkehrssignale. Die Produktion, die in hohem Maß auf Handarbeit basiert, findet nach wie vor in den alten Gebäuden statt.p>

Gebäude und Anlagen
Die winkelförmige Fabrikanlage liegt als Hinter- und Seitenhaus im Hof des Anwesens Nygade 12. Das dreistöckige Ziegelgebäude ist weißgestrichen, an der Fassade ist der Firmenname „Dansk Glødelampefabrik A-S“ zu lesen. Die rechteckigen Sprossenfenster, durch die Tageslicht für die Arbeit einströmen sollte, sitzen dicht an dicht. In den unteren Stockwerken sind die Fenster größer als im oberen. Das Dach ist mit Dachpappe gedeckt. Unter dem Dachüberhang zeugen Entlüftungsklappen von der früheren Funktion des Gebäudes als Gerberei.

Beurteilung
Die Glühlampenfabrik ist die letzte in Dänemark, die noch in Betrieb ist. Die Fabrik an sich ist ein Stück Industriegeschichte mit einer Nischenproduktion, die zum Teil in der ursprünglichen Einrichtung stattfindet.
Die Gebäude sind gut erhalten und zeugen von der Entwicklung vom Handwerkerhof zum Industriebetrieb in den Seitenstraßen der alten Provinzstädte. Die UnternehmensgeschichteDie Fabrik ist zusammen mit den Arbeiterwohnungen in der nahe gelegenen Straße Lavgade Teil eines Gesamtensembles.