Danlamp Danlamp Danlamp

Meister des Lichts
Søren Madsen war gelernter Elektrotechniker und gründete im Alter von 33 Jahren eine Fabrik zur Herstellung von Glühlampen. Das war im Krisenjahr 1929; die wirtschaftliche Instabilität kulminierte mit dem Börsenkrach an der Wall Street, dessen Ausläufer selbst das kleine Dänemark erreichten. Doch Søren Madsen war nicht so leicht aus der Fassung zu bringen – ihm machte so schnell keiner das Licht aus! 

Madsen schaffte verschiedene Maschinen an, u. a. eine Vakuumpumpe aus einer stillgelegten Fabrik für Radioröhren. Seine Tagesproduktion belief sich auf 400 Glühlampen, alle Birnen wurden mit seinen Initialen SM gekennzeichnet. Die Konkurrenz, u. a. Philips in Holland, machte ihm zu schaffen und oft gab es große Probleme bei der Beschaffung von Rohwaren. So musste er z. B. nach Russland reisen, um Wolframdraht zu kaufen, und in die USA, um Argon zu beschaffen.

Licht über dem Wasser
1962 nahm Søren Madsen eine enge Zusammenarbeit mit Phillips auf und baute eine neue Glühlampenfabrik, die nach und nach 120 Mitarbeiter beschäftigte. Die Fabrik erlebte starkes Wachstum und produzierte den Großteil der Glühbirnen, die in dänischen Wohnungen leuchteten. Geliefert wurden zudem Glühlampen für die Schifffahrt und auch hier verschaffte ihm sein Erfindergeist Marktvorteile. Die Schiffe wurden immer größer, damit änderten sich auch die internationalen Normen für Schiffsbeleuchtung. Madsen entwickelte als erster eine Navigationslaterne neuen Typs, die doppelt so stark leuchtete wie bisher, aber weiterhin in den bestehenden Linsensystemen angewendet werden konnte.

Für die Produktion dieser und anderer Speziallampen erwarb er 1966 die Firma Dansk Glødelampefabrik A/S, die später als Danlamp bekannt wurde. Nach seinem Tod am 25. Dezember 1985 übernahm sein Sohn Ole Madsen die Fabrik in Apenrade.

Søren Madsen war Ehrenmitglied der Dänischen Lichttechnischen Gesellschaft (Lysteknisk Selskab, heute Dansk Center for Lys) und Präsident der Gesellschaft für Dänemarks Technisches Museum.